studio-itzo

Ungebautes Graz. Architektur für das 20. Jahrhundert

Display & Ausstellungsarchitektur, Ausstellungsgrafik

Ort: GrazMuseum

Kuratiert von: Ingrid Holzschuh

Ausführung: Museom

2020

Die Ausstellung zeigt nicht realisierte Architektur des 20. Jahrhunderts für Graz. Das durchlaufende zentral positionierte zweiseitige Display versammelt Pläne, Fotografien wie Reproduktionen. Durch Vor- und Rücksprünge wie auch Neigungen erlaubt die Architektur des Displays räumliche Variation. Das konstruktive Material des Displays wurde bereits bei der Ausstellung „Schau Graz!“ verwendet, ist aber für „Ungebautes Graz“ nach einer neuen konstruktiven Logik zusammengesetzt.
In sechs Zonen - Stadt-Identität, Planstadt, Offene Stadt, Idealstadt, Lebensraum Altstadt und Kulturstadt - findet das Display der Raummitte räumlich gegenüberliegende Pulte. Hier finden sich Zeitungsausschnitte, Ausstellungsbeiträge und Materialien, welche einen Eindruck des jeweiligen kulturgeschichtlichen Kontexts vermitteln. Zwischen Pulten und dem zentralen Display sind Inseln mit Architekturmodellen - Originalmodelle, aber auch digitale Rekonstruktionen als 3D-Drucke - verortet. 
Auf einer räumlichen Karte landen die Visionen der Vergangenheit im aktuellen Stadtraum von Graz. Wie kann die Stadt in Zukunft anders gedacht gelebt und gebaut werden?

 

Wo Kunst geschehen kann. Die frühen Jahre des CalArts

Display & Ausstellungsarchitektur

Ort: Kunsthaus Graz

Kuratiert und organisiert von: Philipp Kaiser und Christina Végh für die Kestner Gesellschaft, Hannover In Zusammenarbeit mit Katrin Bucher Trantow und Barbara Steiner

Ausführung: Zentralwerkstätte Joanneum

2020

Die Gruppenausstellung „Wo Kunst geschehen kann - Die frühen Jahre des CalArts“ beleuchtet die Gründungsjahre der amerikanischen Kunsthochschule „California Institute of the Arts“. Parallel existierende Strömungen aus dem Umfeld der Konzeptkunst, des Feminismus und des Fluxus sowie die radikalen pädagogischen Konzepte der Schule werden in ihrem Zusammenwirken gezeigt. In den Räumen des Kunsthauses Graz werden - ganz im Sinne John Baldessaris, der die Auffassung verfolgte, dass es darum ginge, Situationen zu schaffen, „where art might happen“ - Situationen nachgezeichnet, in denen Kunst entstehen kann. 
Eine bisher als verborgene Grundstruktur von Stellwänden verwendete Holzkonstruktion wird zum sichtbaren seriellen Displayelement. Die Zusammensetzung dieser recycelten Module reagiert spezifisch auf die Geschichte des „CalArts“ und auf die Architektur des Kunsthauses. Als Erweiterung des Modulsystems werden je nach Situation Valchromat Platten auf die Holzkonstruktion geschraubt. Die Gitterstruktur fungiert so als Plattform für Bildschirme und Objekte, als raumbildendes Element wie auch - in Kombination mit den flächigen Elementen - als Hängefläche und Hintergrund.
 

CONNECTED. Peter Kogler with . . .

Display & Ausstellungsarchitektur

Ort: Kunsthaus Graz

Kuratiert von: Katrin Bucher Trantow

Ausführung: Metallbau Leicht & Zentralwerkstätte Joanneum

2019


 

Die Ausstellung „Connected - Peter Kogler with ...“ zeigt die Arbeiten Koglers in Bezug zu weiteren zeitgenössischen Positionen wie zu Werken vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Ausstellungsmodule, welche für die Ausstellung „Graz Architektur“ entwickelt wurden bilden hier unter anderem einen dichten Raum für Koglers immersive Bildwelten in Form von Collagen. 
Frei nach der von Friedrich Kiesler entwickelten Ausstellungsarchitektur für die Ausstellung „Art of This Century“ von 1942 werden einzelne Arbeiten von Displayarmen in den Raum hineingestreckt. Diese Arme wachsen als zarte Stahlkonstruktionen mit Kugelgelenken aus Montagepunkten in der Außenhaut des Kunsthauses - der sogenannten Skin - in das räumliche Netz der Ausstellung. So spannt sich für die Malerei „Profil mit Schlüsseln“ von Fernand Léger von 1924 durch ihre freischwebende Positionierung ein eigener Raum im Verhältnis zur biomorphen Architektur des Kunsthauses auf.





 

ANTILOFT 17

Umbau studio-itzo

Ort: Margareten, Wien

Ausführung: Baumeister Zbigniew Florek

2019
 

Die Klarheit des kompakten Raumgefüges aus der frühen Gründerzeit nahmen wir zum Anlass die zwei Raumhälften als Raumfolge möglichst gegensätzlich zu entwickeln. Im vorderen Bereich sind Sanitär- Koch- und Garderobenplatz in einem blauschwarzen Volumen arrangiert, während der hintere Bereich durch Einsatz von hellem Putz, Eichenholz und weiß lackiertem Holz nicht nur dem einfallenden Licht als Bühne dient.
 

CONGO STARS Tübingen

Display & Ausstellungsarchitektur

Ort: Kunsthalle Tübingen

mit Kay Bachmann

Kuratiert von: Sammy Baloji, Bambi Ceuppens, Fiston Mwanza Mujila, Günther Holler-Schuster und Barbara Steiner

Ausführung: Metallbau Leicht, Furch Gestaltung & Produktion

2019
 

Die Ausstellung Congo Stars wurde ein Jahr nach ihrer Präsenz in Graz in der Kunsthalle Tübingen gezeigt. Während die Timeline-Struktur im Kunsthaus Graz geradlinig durch die biomporphen Räume angelegt war, verklammert sie in der Kunsthalle Tübingen mit ihrer ganz anderen Architektur die einzelnen Räume miteinander. Auch in Tübingen werden die vorhandenen Räume in Beziehung zu den realen und fiktiven Räumen der Kapitel - Street, Bar, Home, Stars, Mythology und Exploitation - gesetzt. 






 

SCHAUGRAZ! 426 Standpunkte zur Situation der Stadt

Display & Ausstellungsarchitektur, Katalog

Ort: GrazMuseum

Katalog zur Ausstellung: mit CinCin

Kuratiert von: Otto Hochreiter, Sibylle Dienesch

Ausführung: Loidl oder Co

2018
 

Mit 426 Fotografien eröffnete das Graz Museum einen Diskurs über den Stadtraum von Graz. Unsere Ausstellungsarchitektur legt sich als raumgreifende Struktur im Sinne eines Möglichkeitsraums über die historischen Ausstellungsräume. Sie materialisiert ein abstraktes Bezugssystem, welches auf Ideen utopischer Städte und Räume verweist. Die den gegenwärtigen Zustand des Stadtraums thematisierenden Fotografien erscheinen nicht an den Wänden, sondern als Gruppen frei im Raum auf der Gitterstruktur. 

CONGO STARS Graz 

Display & Ausstellungsarchitektur

Ort: Kunsthaus Graz

mit Kay Bachmann

Kuratiert von: Sammy Baloji, Bambi Ceuppens, Fiston Mwanza Mujila, Günther Holler-Schuster und Barbara Steiner

Ausführung: Metallbau Leicht & Zentralwerkstätte Joanneum

2018
 

Die Ausstellung „Congo Stars“ zeigt populäre Malerei der 1960er-Jahre wie auch zeitgenössische multimediale Kunst. Als inhaltlicher Ausgangspunkt dient der Roman „Tram 83“ des aus Lubumbashi stammenden Grazer Autors Fiston Mwanza Mujila. In „Tram 83“ beschreibt er einen imaginären Ort, der von gesellschaftlichen Realitäten kongolesischer Städte ausgeht, jedoch letztlich in seine Eigenschaften universell ist. Auch in der Ausstellung, die in sechs Kapitel -„Straße“, „Bar“, „Heim“, „Stars“, „Spiritualität“ und „Ausbeutung“ - gegliedert ist, überlagern sich reale und fiktive Räume. 
Für die Ausstellungsarchitektur kommt das für das Kunsthaus entwickelte modulare Ausstellungssystem das zweite Mal zum Einsatz. Die Module bilden hier vor allem durch Stapelung Räume für die sechs Kapitel, die jedoch nicht streng voneinander getrennt sind, sondern sich durch bestimmte Motive vielmehr verbinden und verdichten. Eine über zwei Etagen reichende Zeitleiste bietet historische Kontextualisierung an. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Werke und Artefakte ensteht eine Dichte, die atmosphärisch als Verweis auf eine Großstadt wie Lubumbashi verweisen verstanden werden kann.

 

DOUBLE #1

Geladener Ideenwettbewerb

AK Kunstprojekte Wien

2018
 

Als Konzept zur Neuorganisation der Präsenz der zeitgenössischen Kunst im Foyer der Arbeiterkammer entwickelten wir das Informationssystem Double. Räumliche Elemente werden in Double als Zeichen und Zeichen als raumbildende Elemente verstanden. Die Klarheit und Strenge der Struktur eröffnet maximalen Freiraum für die Zusammenstellung individueller Anschauungsgeschichten. Dem neugierigen Blick eröffnet sich ein Bausatz anstatt vorgegebener Rezeptionslinien.
 

GRAZ ARCHITEKTUR

Display & Ausstellungsarchitektur

Ort: Kunsthaus Graz

gemeinsam mit Anna Lena von Helldorff (buero total)

Kuratiert von: Katia Huemer und Barbara Steiner

Ausführung: Metallbau Leicht & Zentralwerkstätte Joanneum

2017
 

Die Ausstellung Graz Architektur - Rationalisten, Ästheten, Magengrubenarchitekten, Demokraten, Mediakraten zeigt Arbeiten von Architekt*innen mit besonderer Verbindung zu Graz wie auch zu Peter Cook und Colin Fournier, den Architekten des Kunsthauses. Außerdem werden künstlerische Arbeiten ausgestellt, die sich mit einzelnen der charakteristischen Bauten auseinandersetzen. In Beziehung zu den architektonischen Ansätzen von Cook und Fournier ist auch die Ausstellungsarchitektur als veränderbares, erweiterbares System konzipiert, welches dennoch einen stabilen Rahmen schafft. 
Die modular gestalteten Elemente oder Bausteine des Displaysystems können in multiplen Weisen kombiniert werden. Sie fungieren in Graz Architektur sowohl zur Abgrenzung als auch zur Kontextualisierung der architektonischen Positionen. Das perforierte Blech, welches von einer Aluminiumrahmenkonstruktion getragen wird, formt Zonen Raum, aber schließt die Bereiche visuell nicht komplett voneinander ab, sondern erlaubt Durchblicke und Bezugnahmen.
 

NOTGALERIE

Relokation

Ort: Donaustadt und Aspern, Wien

Konzept Notgalerie: Reinhold Zisser

Ausführung: Zimmermeister Franz Ritzer mit Reinhold Zisser, Sebastian Doplbaur, Thomas Garcia und Kristijan Icevski

2017
 


Die Besetzung einer leerstehenden Notkirche aus dem Jahr 1946 in Donaustadt war 2015 der Startpunkt des Projektes Notgalerie, einer alternativen Plattform für Gegenwartskunst. Als 2017 der Grundstückseigentümer den Abriss ankündigt, beginnt die Suche nach einem neuen Standort um das Holzgebäude und damit die Notgalerie zu erhalten und als Kunstprojekt weiterentwickeln zu können. Der Künstler Reinhold Zisser, dessen Besetzung am Beginn des Projekts steht, hat zu diesem Zeitpunkt schon ein Kollektiv von Künstler*innen um sich versammelt, die bereit sind mit ihren eigenen Händen das Gebäude abzubauen, die hölzernen Einzelteile zu beschriften, zu ihrem neuen Standort zu transportieren und dort erneut zur Notgalerie zusammenzubauen. studio-itzo begleitet die behördlichen Abstimmungsprozesse und gestaltet eine neue Holzplattform am Standort Aspern Nord, welche dem alten Holzgebäude an seinem neuen Platz als Fundament dient.


 

HOW WILL WE WORK

Display & Ausstellungsarchitektur

gemeinsam mit CinCin

Ort: AIL - Angewandte Innovation Lab Wien

Kuratiert von: Anab Jain, Gerald Bast, Jake Charles Rees und Martina Schöggl

Ausführung: Museumsstandards

2017
 

Die Ausstellung How Will We Work? zielte im Rahmen der Vienna Biennale 2017 darauf ab, die radikalen Veränderungen in der Art und Weise, wie wir Arbeit definieren und welche Rolle wir der Arbeit einräumen, zur Diskussion zu stellen. Die Bauteile für das Display entstammen einem System industriell linearer Massenfertigung, entwickeln sich aber im Zusammenspiel mit den ausgestellten Medien und Objekten zu spezifischen Räumen.
 

PLAN BRUT

Installation

Ort: Notgalerie am Ulanenweg, Donaustadt, Wien

Ausführung: Selbstbau

2016
 

Für das Ausstellungsformat „Plan Brut“ in der von Reinhold Zisser gegründeten Notgalerie in Donaustadt entwickelt studio-itzo ein Display als Landschaftselement, welches als überdimensionales Gestell aus unbehandeltem Holz neben der Notgalerie aufgebaut wird. Während das Gebäude der Notgalerie - eine verlassene Holzkirche - teilweise von der Natur überwuchert ist, schlägt die neue Struktur des Gestells - zumindest für kurze Zeit - eine Schneise in die gewachsene Wildnis. In Materialität und Konstruktionsform ähneln sich das Gebäude aus den 40er Jahren und die Displaystruktur. Am Eröffnungsabend der Ausstellung Plan Brut zeigt sich das Gestell in multiplen Funktionen. Einerseits wird es zum Bildträger einer Darstellung des Ortes selbst, andererseits dienen Elemente davon horizontal aufgestellt als Sitzbank wie kulinarische Plattform.

 

ANTILOFT 14

Umbau, privat

Ort: Wien, Margareten

Ausführung: Baumeister Zbigniew Florek, STAHLUNDFORM

2013
 

Umbauten aus unterschiedlichen Zeiten formen den Charakter der vorgefundenen Raumeinheit mit Substanz aus der frühen Gründerzeit. Beim schrittweisen Abtragen von Materialschichten zeigt sich das Potential dieser undogmatischen Überlagerungen. Abgesehen von einer Erweiterung um einen Außenbereich Richtung Innenhof, entscheiden wir uns vorwiegend dafür Dinge und Materialien wegzunehmen anstatt immer weiter hinzuzufügen.